| Software-Parks in Osteuropa |
| Angesichts des
Erfolgs der Indischen Software-Parks sowie der im Aufbau befindlichen
Software-Parks in China, Japan, Israel, Tailand, Taiwan, Singapore und Bangladesh setzt
nun auch eine ähnliche Entwicklung in den Ländern Mittel- und Osteuropas
ein. Damit soll dem Abwandern von Ingenieuren Einhalt geboten werden, der
eigene Markt für Informationstechnologien erschlossen und zugleich eine
Möglichkeit für den Export geschaffen werden. Beispiele für derartige
Entwicklungsprojekte gibt es in Rußland, Ungarn und Rumänien.
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| Ungarn
Das Wirtschaftsministerium Ungarns mißt der Entwicklung von Industrieparks große Bedeutung bei und lädt dazu ausländische Investoren ein. Dazu gehören Projekte in Szekesfehervar, Szombathely, Ajka, Balassagyarmat, Debrecen, Eger, Pecs, Sopron u.a. Städten. Ein besonders auf den Bereich der Telekommunikation ausgerichteter Technologiepark mit dem Namen "Infopark - Informatikai & Technologiai Innovacios Park" entsteht mit ausländischer Beteiligung in Budapest. Er gehört zu den 3 geplanten Technologieparks in Budapest. Im Dezember 1998 wurde im Zentrum von Budapest auf dem einst für die Weltausstellung vorgesehenen Gelände mit dem Aufbau dieses Innovations- und Telekommunikationsparks begonnen. Dazu wurde als Gemeinschaftsunternehmen die Infopark Entwicklung AG gegründet, an der sich die staatseigene ungarische Info Park RT sowie von deutscher Seite die IVG Holding AG in einem Konsortium mit der DeTe Immobilien engagiert. Geplant ist in den nächsten 5-10 Jahren ein Investitionsvolumen von 400 Millionen DM. In einem ersten Bauabschnitt soll auf einem Gelände von 15 ha eine Nutzfläche von 18.300 m2 geschaffen werden. Ingesamt sollen 3 - 4 Tausend Arbeitsplätze entstehen. Erste Nutzer sind IBM mit 10.000 m2 (Mai 1999) und die ungarische Telekomgesellschaft MATAV, die bis zum April 2000 ein Gebäude mit 18.000 m2 für das unternehmenseigene EDV- und Forschungszentrum errichtet.
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| Rumänien
Im Januar 1998 verabschiedete die Regierung Rumäniens eine "Nationale Strategie für die Informatisierung und schnelle Verwirklichung der Informationsgesellschaft in Rumänien". Bestandteil dieser Strategie ist der Aufbau von Software-Technologieparks. Ziel dieses Vorhabens ist die Stärkung der eigenen Software-Industrie im Interesse des eigenen rumänischen Marktes als auch des Exports. Die Abwanderung von Software-Spezialisten ins Ausland soll damit eingeschränkt; die Zahl der einheimischen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bereich der Informationstechnologien soll damit erhöht werden. Das Gebiet der Software-Technologieparks soll einen speziellen Status erhalten, zu dem zollfreie Importe, modernste Telekommunikationsausrüstungen und die Kooperation mit Hochschuleinrichtungen gehören. Die Nationale Kommission für Informatik sieht für das Projekt Kosten in Höhe von 50 Mio. US-$ vor (1998/99).
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