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Dnepropetrowsk und Donezk
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Informationen zur Mongolei |
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Mit einem Territorium vo n
mehr als 1,56 Mio. km²
(4,3 mal so groß wie Deutschland) ist die Mongolei der 18-größte Staat der
Welt. Nur 10 % der Fläche sind Waldgebiete und lediglich 1 % ist für
Ackerbau nutzbar. Bei insgesamt nur 2,6 Mio. Einwohnern ist sie das Land mit
der geringsten Bevölkerungsdichte weltweit, doch hat sich die
Bevölkerungszahl in den letzten 30 Jahren
verdoppelt. |
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Das Qualifikationsniveau der mongolischen
Bevölkerung ist sehr hoch, die allgemeine Schul- und Hochschulausbildung
entspricht in jeder Form dem Stand der osteuropäischen Staaten. Ein
beachtlicher Teil der Techniker und Führungskräfte wurde über viele Jahre in
der ehemaligen DDR ausgebildet.
Die Wirtschaft in der Mongolei ist nach wie vor in der
Hauptsache agrarisch. Während es in den neunziger Jahren bis 2002 eine
Stagnation in der wirtschaftlichen Entwicklung gab (mit Wachstumsraten von
+3 bis -3 Prozent), ist in den letzten Jahren ein Wirtschaftswachstum von
jeweils knapp 9 % zu verzeichnen, im Jahr 2007 lag es bei 9,9 %. Dieser
Anstieg ist vor allen Dingen auf den Dienstleistungssektor und die
gestiegenen Weltmarktpreise für Rohstoffe, wie Kupfer und Gold
zurückzuführen (54 % der Exporte sind Kupfer und Gold). Im Jahr 2007 lag das
BIP bei rund 3,8 Mrd. US$, was einem Pro-Kopf-BIP von 1.500 US$ entspricht.
Dieses hat sich seit 2004 verdoppelt.
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Die Mongolei ist
reich an Bodenschätzen, so an Kohle, Flussspat, Kupfer, Erdöl, Gold, Silber,
Nickel und Molybdän. Sie gilt als eines der 10 rohstoffreichsten Länder der
Welt. 6.000 Vorkommen mit 80 verschiedenen Mineralien (unter anderem circa
2% der Welt-Uran-Reserven) sind nachgewiesen. Die Kohle- und
Kupferlagerstätten von Tavan Tolgoi und Oyu Tolgoi in der Südgobi gehören zu
den größten der Welt.
Im Zusammenhang
mit den stark gestiegenen Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt wurde seit dem
Jahr 2000 in der Mongolei der Bergbau stark ausgebaut. Zahlreiche
ausländische Investoren haben unter Missachtung von Genehmigungsverfahren
und Umweltauflagen im Tagebau Lagerstätten abgebaut. Nicht nur russische und
chinesische Firmen haben sich hier engagiert, sondern auch international
bekannte Unternehmen aus Kanada und Australien. |
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Hauptwirtschaftszweig in der Mongolei ist
neben dem Bergbau (70 % der Industrieproduktion des Landes) die
Viehzucht.
Sie ist Einkommensquelle für die Hälfte der Bevölkerung. Auch bestehen
aufgrund der Überweidung große Umweltprobleme.
Die Privatwirtschaft hat unterdessen einen Anteil von 75
- 80 % am BIP, jedoch leben rund 35 % der Bevölkerung unterhalb der
Armutsgrenze. Es herrschen extreme soziale Unterschiede und ein starkes
Stadt-Land-Gefälle. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei 3 - 4 %, nach
Schätzungen der Asian Development Bank dürfte sie aber weit höher - nämlich
bei 25 % - liegen.
Aufgrund seiner geografischen Lage und der Struktur der
Volkswirtschaft ist die Mongolei wirtschaftlich abhängig von den beiden
großen Nachbarn Russland und China. 95% seiner Treibstoffe und bis zu 75%
seines Getreides (Weizen) und bestimmter Grundnahrungsmittel (Mehl) kommen
aus Russland, mehr als 70% seiner Exporte gehen nach China (insbesondere
Kupfer, Kohle und Kaschmir-Wolle).
Die Verkehrsverbindungen in der Mongolei sind noch
unterentwickelt.
Das
Straßennetz beschränkt sich auf ca. 1.600 km geteerte Straßen in schlechtem
Zustand. Von großer Bedeutung für das Land ist die Transmongolische
Eisenbahn. Sie führt von Russland nach China und realisiert ca. 95 % des
Warentransportes.
Der Außenhandel mit Deutschland erreichte im Jahr 2007
ein Volumen von 65,8 Mio. Euro, wobei die Mongolei Waren im Wert von
lediglich 10,8 Mio. Euro exportiert, aber im Wert von 55 Mio. Euro aus
Deutschland importiert hat. Bei den Importen handelt es sich in der
Hauptsache um Nahrungsmittel, Kunststoffe, Maschinen und Anlagen,
Exportprodukte sind vor allem Textilien und tierische Produkte.
Die ausländischen
Direktinvestitionen fließen vor allen Dingen in den Bergbau. Hauptinvestor
in der Mongolei ist China mit einem Anteil von rund 70 %, gefolgt von
Kanada, Korea und Japan.
Deutschland
belegt mit Investitionen in Höhe von ca. 12 Mio. US$ nur Rang 17.
90 % der ausländischen Direktinvestitionen sind im
Raum
Ulaanbaatar erfolgt.
Im Rahmen der weiteren Entwicklung soll vor allem die
Hochtechnologie weiter ausgebaut werden, so beispielsweise die Nanotechnologie, jedoch wird der Bergbau mittelfristig der entscheidende
Wirtschaftssektor im Land bleiben. Dabei muss vor allem Wert darauf gelegt
werden, die Rohstoffe im Land zu verarbeiten und so einen größeren Teil der
Wertschöpfungskette im Land zu behalten.
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Große Probleme hat die Mongolei
auch im Umweltbereich zu verzeichnen, vor allen Dingen in den Städten werden
diese durch die Verbrennung ungereinigter Rohkohle in Heizkraftwerken und
den Jurten der städtischen Bevölkerung verursacht.
Durch Abholzung, Überweidung und Wilderei ist
die Balance des empfindlichen mongolischen Steppenökosystems in vielen
Gegenden gefährdet.
Eine weitere Gefahr geht von den teilweise
umweltbedenklichen Abbaumethoden der Bergbauunternehmen aus.
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Bauwirtschaft |
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Die Bauwirtschaft hat in
den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen, das Wachstum betrug
im Jahr 2007 nahezu 9 %. Die Regierung unterstützt Beziehungen zum Ausland
im Bereich Bauwesen, um moderne Technologien im Bereich Bauwesen und
Baumaterialien zu studieren.
Ausländische Investoren sind für spezielle Projekte ausdrücklich willkommen
Für den Zeitraum von 2005
bis 2008 hatte die mongolische Regierung ein „40.000-Wohnungen-Projekt“
aufgelegt und in diesem Rahmen 37.000 Wohnungen fertig gestellt.
Entsprechend den Erfahrungen mit diesem Projekt wurde für die kommenden vier
Jahre ein „100.000-Wohnungen-Projekt“ beschlossen.
Weitere Projekte der
Regierung im Rahmen der Bauwirtschaft betreffen den Bau eines Zementwerkes
mit einer Kapazität von 1 Mio. Tonnen pro Jahr, den Bau eines integrierten
Eisen-Stahl-Komplexes und eines Holzverarbeitungsbetriebes sowie die
Errichtung von zwei neuen Wohngebieten in Ulan Bator. Hinzu kommen private
Projekte im Industrie- und Wohnungsbau.
Aufgrund der Privatisierung
des Wohnungsbestandes an Plattenbauten – allein in Ulan Bator betrifft dies
ca. 100.000 Wohneinheiten – besteht in der Mongolei ein hoher Bedarf an
Installationsmaterialien. |
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Infrastruktur |
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Im Bereich der
Infrastrukturentwicklung konnten zahlreiche Projekte beim Ausbau der
rudimentären Verkehrsinfrastruktur und der Modernisierung des veralteten
Energiesektors trotz Unterstützung durch IWF und Weltbank nur langsam
realisiert werden.
Im Straßenbau liegt der
Schwerpunkt der Aktivitäten bei der Asphaltierung der Haupttrassen, wo ein
enormer Nachholbedarf besteht. Beispiele hierfür sind der Bau einer Autobahn
zur Anbindung an Europa und Zentralasien mit einer Gesamtlänge von 990 km,
der Ausbau der Straßen im Stadtgebiet von Ulan Bator. Gerade in diesem
Bereich ist auch ein hoher Einsatz ausländischer Entwicklungshilfe
angekündigt.
Darüber hinaus geht es auch
um den Ausbau der Bahnlinien – z. B. den Bau einer 920 km langen
Bahnverbindung zwischen Tavatolgoi, Zuunbayan und Choibalsan – sowie den
Kauf von Ausrüstungen zur Wartung und Reparatur von Straßen. |
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Landwirtschaft |
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Im Bereich der
Landwirtschaft werden von der mongolischen Regierung vorrangig Investments
gefördert, die die Effektivität der Landwirtschaft steigern, also
beispielsweise Bewässerungssysteme. Darüber hinaus geht es vor allem um die
Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte – also zum Beispiel von
Wolle oder Leder, aber auch um Ausrüstungen in der Lebensmittelindustrie, so
zur Fleischverarbeitung. Während traditionell Fleisch, Mehl und
Milchprodukte die Hauptnahrungsmittel in der Mongolei sind, werden in den
letzten Jahren auch neue Nahrungs- und Genussmittel zunehmend akzeptiert,
wie Eier, Gewürze oder beispielsweise Bier. |
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Ulan Bator (Ulaanbaatar) ist als Hauptstadt das politische,
wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Hier leben mehr als 1
Mio. Menschen, was 39 % der Gesamteinwohnerzahl der Mongolei entspricht.
In der Stadt ist abgesehen vom Bergbau auch nahezu die
gesamte Industrieproduktion des Landes konzentriert. Hier gibt es den
einzigen internationalen Flughafen des Landes, auch die großen
internationalen Bergbaufirmen haben ihren Sitz in
Ulaanbaatar.
Ulaanbaatar liegt direkt an der Eisenbahnlinie Moskau – Peking, die
jedoch hauptsächlich für den Güterverkehr von Bedeutung ist. Eine
Straßenanbindung gibt es bisher nur nach Irkutsk, die Straße nach Peking
befindet sich im Bau.
Nachdem
Ulaanbaatar
in den 80er Jahren sehr stark gewachsen war, folgte bis etwa 2005 eine Phase
der Stagnation. Seit dem Jahr 2006 ist nunmehr wieder ein starker
Fortschritt im Bauwesen zu verzeichnen, wobei die Infrastruktur nicht mit dem privaten Baugeschehen
mithalten kann. |
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Der Bergbau ist der zukunftsträchtigste Bereich in der mongolischen Volkswirtschaft. Hier sind
neben mongolischen Firmen vor allem Unternehmen aus Kanada, Russland und den
USA beim Abbau von Gold und Kupfer aktiv. Aufgrund der sich verstärkenden
Aktivitäten im Bergbausektor besteht eine steigende Nachfrage nach Maschinen
und Anlagen, die im Tagebau einsetzbar sind. |
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In der Mongolei
sind 140 Bergbauunternehmen registriert, wobei der Sektor von einigen großen
dominiert wird, wie die Erdenet-Kupfer/Molybdän-Mine, Mongolrostvetmet.
Neben
zahlreichen bereits etablierten Minen finden vielversprechende Explorationen
statt. So ist die in der Süd-Gobi gelegene Oyun Tolgoi Gold- und
Kupferlagerstätte das größte bisher in der Mongolei entdeckte Vorkommen, an
dem ein kanadisches Unternehmen die Lizenz hält. Das Produktionspotenzial
wird auf 660.000 t Kupferkonzentrat und 23 t Gold pro Jahr geschätzt. Der
Abbau des Vorkommens hat das Potenzial, das BIP der Mongolei um 35% zu
steigern und mehr als 100.000 Arbeitsplätze zu schaffen.
Weitere Erschließungsarbeiten werden in vielen Teilen der Mongolei
durchgeführt, so auch für Kohle-Vorkommen. Diese Kohle soll dann
beispielsweise in Wärme und Strom umgewandelt und nach China exportiert
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Erdenet liegt ca. 240 km nor dwestlich
der
Hauptstadt und ist mit 87 T. Einwohnern die zweitgrößte Stadt und auch der
zweitwichtigste Handelspunkt der Mongolei. Mit dem mongolisch-russischen
Joint-Venture „Erdenet Combinat" befindet sich hier die viertgrößte
Kupfermine der Welt. Darüber hinaus sind in Erdenet Unternehmen der Holz-
und Lebensmittelindustrie tätig. |
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