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Dnepropetrowsk und Donezk
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Informationen zur Ukraine und zur Region Donezk |
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Mit einem Territorium von 603.700 km² ist die Ukraine
der flächenmäßig größte Staat in Europa (nach Russland). Die Einwohnerzahl
von rund 46,6 Mio. ist seit einigen Jahren rückläufig. Hauptursachen hierfür
sind Auswanderung sowie eine stark abgeschwächte Geburtenrate.
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Ukraine hat seit
der Einleitung des Privatisierungsprozesses eine bedeutsame Entwicklung
genommen. Insbesondere im Jahr 2004 gab es einen relativ starken
wirtschaftlichen Aufschwung mit einem 12 %-igen Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts. Im vergangenen Jahr lag das BIP bei 83,1 Mrd. Euro,
aufgrund des hohen Anteils der Schattenwirtschaft dürfte das reale BIP noch
höher liegen. Damit erreichte das BIP pro Kopf 2.277 US$ im Jahr 2006.
Hauptbranchen in der Industrie sind der Maschinenbau und
Stahlbau, der Bau von Elektrogeräten sowie die Werftenindustrie. Innerhalb
des Maschinenbau-Sektors entwickelt sich die Automobilbranche besonders
dynamisch. Die Kfz-Produktion in der Ukraine ist 2005 um 18,2 % gestiegen,
wobei hier vor allem der einheimische Markt bedient wird. Eine wichtige
Rolle in der Wirtschaft spielt auch der IT-Sektor. Der Metallsektor,
insbesondere auch die Aufbereitung von Metallschrott, wird in den nächsten
Jahren weiterhin eine starke Entwicklung nehmen. Ein großes
Entwicklungspotential sehen Experten im Bedarf ukrainischer Metallwerke an
Investitionen zur technischen Modernisierung der Branche (ca. 250 Mrd. UAH /
41 Mrd. € pro Jahr).
Die wichtigsten Exportprodukte der Ukraine sind
Rohstoffe (Eisenerz, Uran, Kohle und Blei), Metallurgieprodukte, chemische
Erzeugnisse, Maschinen und Anlagen, Nahrungsmittel und Textilien.
Deutschland ist nach Russland weiterhin zweitwichtigster
Handelspartner der Ukraine. Die deutschen Exporte in die Ukraine lagen in
den ersten sieben Monaten 2007 bei 3,21 Milliarden Euro (gegenüber 4,50 im
gesamten Jahr 2006), die deutschen Importe aus der Ukraine bei 0,92
Milliarden Euro (2006: 1,29 Mrd. Euro). Wichtigste deutsche Exportgüter sind
Fahrzeuge, Maschinen, Chemieprodukte und elektrotechnische Erzeugnisse.
Wichtigste ukrainische Exportgüter: Textilien / Bekleidung / Metalle /
Legierungen / Eisenwaren und Chemieprodukte.
Auch bei ausländischen Direktinvestitionen liegt
Deutschland an der Spitze. Seit die deutsche Tochter der Mittal Steel Group
bei der Privatisierung des Stahlwerkes Krivij Rizh im Jahr 2005 den Zuschlag
erhielt, ist Deutschland größter ausländischer Investor im Land mit einer
Summe von 4,8 Mrd. US$.
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Donezk,
die Hauptstadt des gleichnamigen Oblast (Kohlerevier Donbass), ist mit rund
1,1 Mio. Einwohnern die fünftgrößte Stadt in der
Ukraine
und liegt rund 600 km südöstlich von Kiew. Die Stadt gilt als das Zentrum
des Kohlebergbaus und der
Schwerindustrie.
Jährlich wird hier etwa die Hälfte der gesamten Kohlemenge der Ukraine
gefördert. Die Donezker Region ist insgesamt sehr reich an Bodenschätzen.
Neben Steinkohle gibt es Vorkommen an Dolomit, Kalk, Quecksilber, Gips, Ton,
Salz und Eisenerz.
Weitere wichtige Branchen der regionalen Wirtschaft sind
Buntmetallurgie, Energiewirtschaft (7 Kraftwerke produzieren über 18% des
Stroms in der Ukraine), Maschinenbau, chemische Industrie, Baubranche und
Verkehrswesen. Die Region erzeugt mit 10% der Gesamtbevölkerung knapp 20%
des ukrainischen BIP. 25% der ukrainischen Exporte kommen aus dem Oblast.
Die Region unterhält Außenwirtschaftsbeziehungen zu über
80 Ländern. Wobei die wichtigsten Länder Russland, China, Taiwan,
Deutschland, Frankreich und die USA sind.
Die Stadt verfügt über eine gut entwickelte
Infrastruktur mit einem umfangreichen Netz von Bahnlinien, einem Straßennetz
von 2.500 km Länge und einem internationalen Flughafen. Sowohl diese
Bedingungen als auch das Bestehen der „Sonderwirtschaftszone Donezk“, die
wirtschafts- und steuerrechtliche Vorteile für Investoren garantiert,
schaffen gute Voraussetzungen für die industrielle Entwicklung der gesamten
Region. |
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Mariupol
ist eine kreisfreie Stadt im Gebiet Donezk mit knapp 500.000 Einwohnern.
Zwischen 1948 und 1989 hieß die Stadt Zhdanow (nach dem sowjetischen
Funktionär Andrej Zhdanow). Sie ist ein bedeutendes Industriezentrum und ein
internationaler Seehafen am Ufer des Asowschen Meeres. Die wichtigsten
Industriezweige sind Maschinenbau, Schienenfahrzeugbau, Schiffbau,
metallverarbeitende Industrie und Elektrotechnik, in geringem Umfang beginnt
sich hier die Solarindustrie anzusiedeln. Hier gibt es Metallurgiekombinate
wie beispielsweise Asowstal und Illich Iron & Steel Works, die einen
bedeutenden Anteil zum Export der Ukraine in diesem Bereich beitragen.
Der
Hafen Mariupol ist mit einer Kapazität von mehr als 15 Mio. Tonnen
Güterumschlag pro Jahr der größte Hafen am Asowschen Meer. Er liegt im
Zentrum der größten Industrieregion der Ukraine und wird auch als „Tor zum
Meer für den Donbass“ bezeichnet. |
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